Oschersleben l Mit breiter Brust und mit großen Hoffnungen waren die Männer vom HV Wernigerode nach Oschersleben gekommen. Nach ihrem 30:18-Heimsieg gegen den HC Aschersleben II sind die Wernigeröder als Tabellenführer der Handball-Bezirksliga West in die Bodestadt gereist und wollten dementsprechend auch etwas Zählbares aus Oschersleben mitnehmen.

Und in den ersten Minuten des Spiels im Bewos-Sportzentrum war die Hoffnung der Harzer wohl auch berechtigt. So gingen sie direkt nach dem ersten Angriff durch Moritz Tischer mit 0:1 in Führung. Oscherslebens Martin Fritsche konnte diese Führung mit einem Tor vom Siebenmeter-Punkt direkt ausgleichen. Es entwickelte sich eine Partie, die in den ersten 20 Minuten von zahlreichen Fehlpässen und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten geprägt war. Daher stand es nach 20 gespielten Minuten auch erst 6:6. Endlich griff Lok-Trainer Jens Schulz zur Auszeit und nahm einige Wechsel vor.

Wechsel zeigen Wirkung

Diese griffen auch sofort und Lok spielte konzentrierter und strahlte plötzlich auch mehr Sicherheit aus. Insbesondere die Abwehr des SV Lok Oschersleben machte von nun an einen ausgezeichneten Job. An ihr bissen sich die Wernigeröder förmlich die Zähne aus. Die Oschersleber Abwehr stand so sicher und offensiv, dass die Harzer Rückraumspieler häufig gezwungen waren, aus zwölf Metern zu werfen. Dadurch hatte Torhüter David Günther leichtes Spiel und konnte seine Mitspieler häufig in Konter schicken.

Mit 12:11 ging es in die Halbzeitpause. Eine Führung, die der Tabellenführer nicht mehr aufholen konnte. Tor um Tor konnte sich die Heimmannschaft nun Absetzen. Auch wenn die kämpferische Einstellung des HV Wernigerode stimmte, hatten sie den heimstarken Oscherslebern an diesem Tag nicht viel entgegenzusetzen. Am Ende hieß es darum 28:22.

Für die ambitionierten Wernigeröder ein herber Rückschlag im Aufstiegsrennen. Doch bereits am 10. Februar haben die Harz-Handballer die Chance zur Revanche. Denn da treffen die beiden Mannschaften erneut in Oschersleben aufeinander. Dann jedoch im Viertelfinale des Harz-Börde-Pokals.

Die Lok-Damen mussten sich am Sonnabend dem TSV Wefensleben mit 20:26 geschlagen geben. Die Jugendspielgemeinschaften mit dem LSV 90 Klein Oschersleben verloren 30:8 in Thale (E-Jugend), siegten 7:20 in Ilsenburg (D-Jugend) und holten einen Punkt beim 25:25 zu Hause gegen die SG Lok Schönebeck (C-Jugend).

Oschersleben: Röhler (4), Heyne (2), Fritsche (6), König (3), Müller (6), Jonas Staatz, Florian Staatz (1), Rücker, Kutzner, Frank Schwarz, Günther, Thomas Schwarz (1), Rudolph (5)

Wernigerode: Bomeier (4), Lamprecht, Deicke (1), Kilian (1), Günther, König (1), Balint (3), Grawe, Conradi (1), Eilers (4), Tischer (5), Sarovny, Nerlich (2), Jahn